Exit vor Baubeginn
Das Vermarktungsrisiko entfällt weitgehend, die Kalkulation wird belastbar.
Finanzierung · Forward Deals
Der Endinvestor steht vor dem ersten Spatenstich fest – und finanziert die Bauphase mit. Das reduziert Vermarktungsrisiko und Kapitalbindung zugleich.
Beim Forward Purchase wird der Kaufvertrag vor Fertigstellung geschlossen, der Kaufpreis aber erst bei Übergabe gezahlt. Beim Forward Funding zahlt der Erwerber bereits baubegleitend in Tranchen – er übernimmt damit einen Teil der Finanzierung und einen Teil des Risikos, im Gegenzug für einen attraktiveren Ankaufsfaktor.
Für Entwickler bedeutet das: gesicherter Exit, geringerer Fremdkapitalbedarf und planbarer Cashflow. Für institutionelle Käufer bedeutet es Zugang zu neuwertigen, ESG-konformen Objekten, die am fertigen Markt kaum verfügbar sind.
Die Kunst liegt im Vertragswerk: Baufortschrittskontrolle, Fertigstellungsgarantien, Mietgarantien, Pönalen und Abnahmekriterien müssen so austariert sein, dass beide Seiten die Struktur tragen können.
Vorteile
Das Vermarktungsrisiko entfällt weitgehend, die Kalkulation wird belastbar.
Baubegleitende Kaufpreisraten ersetzen einen Teil der Projektfinanzierung.
Ein gesicherter Käufer verbessert die Verhandlungsposition gegenüber der Bank spürbar.
Zahlungen folgen dem Baufortschritt und stabilisieren die Liquiditätsplanung.
Zugang zu Fonds und Versicherern mit langfristigem Anlagehorizont.
Zertifizierte Neubauten erzielen bei institutionellen Käufern messbar bessere Faktoren.
Ablauf
Prüfung von Baurecht, Kalkulation, Mietkonzept und Fertigstellungstermin.
Auswahl der Käufergruppen, deren Ankaufsprofil zu Assetklasse und Lage passt.
Vertrauliche Ansprache mit Teaser, Kalkulation und Nutzungskonzept.
Verhandlung von Kaufpreisfaktor, Raten, Garantien und Abnahmekriterien.
Koordination von Zahlungsabrufen, Baufortschrittsnachweisen und Übergabe.
Aus der Praxis
Beim Forward Funding zahlt der Endinvestor baubegleitend. Das ersetzt große Teile der Projektfinanzierung und nimmt Druck vom Eigenkapital. Im Gegenzug verlangt er Mitsprache bei Bauqualität und Mietvertragsstandards – damit muss man leben können.
Ohne belastbare Mietverträge oder mindestens fortgeschrittene Verhandlungen wird es schwierig. Institutionelle Käufer kalkulieren rückwärts vom Ankaufsfaktor, nicht vom Baufortschritt.
Zwischen Signing und Fertigstellung liegen oft zwei Jahre. Wer Materialpreisrisiken nicht vertraglich verteilt, trägt sie allein. Diese Klausel entscheidet am Ende häufiger über die Marge als der Kaufpreisfaktor.
Bürgschaften, Fertigstellungsgarantien und Pönalen gehören dazu. Wir strukturieren sie so, dass die Sicherheiten den Käufer beruhigen, ohne die Bilanz des Entwicklers zu blockieren.
Fragen
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In der Praxis endet fast jede Struktur als Kombination. Das sind die Bausteine, die wir am häufigsten mischen.
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