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Corporate Finance

Strategie- und Finanzierungsberatung

Bewertung, Planung und Kapitalstruktur – die Arbeit, die vor jeder Transaktion liegt und manchmal zeigt, dass es keine braucht.

Nicht jede Frage endet in einem Deal. Eine Refinanzierung mit längeren Laufzeiten, eine gestreckte Investitionsplanung oder der Verkauf eines einzelnen Geschäftsbereichs löst das Problem häufiger als der große Wurf. Wir sagen das auch dann, wenn daraus kein Mandat entsteht.

Am Anfang steht meistens die Bewertung. Nicht als Gutachten für die Schublade, sondern als Bandbreite mit nachvollziehbaren Annahmen: Multiples aus vergleichbaren Transaktionen, eine DCF-Rechnung mit sauber hergeleitetem Kapitalkostensatz und – wichtiger als beides – die Brücke vom Unternehmenswert zum Eigenkapitalwert.

Danach kommt die Planung. Drei Jahre, integriert über GuV, Bilanz und Cashflow, mit einem Basis- und einem Downside-Fall. Wer nur eine Zeile fortschreibt, merkt in der Due Diligence, dass die Zahlen nicht zusammenpassen – und verliert Glaubwürdigkeit genau dann, wenn sie am meisten zählt.

Typische Anlässe

  • Vorbereitung auf Nachfolge oder Verkauf in zwei bis drei Jahren
  • Auslaufende Kreditverträge und Neuordnung der Finanzierung
  • Gesellschafterwechsel, Abfindung oder Erbauseinandersetzung
  • Ertragsschwäche, bevor sie zur Krise wird

Eckdaten

Bewertung
2–4 Wochen
Integrierte Planung
4–8 Wochen
Refinanzierung
8–14 Wochen
Bewertungsmethoden
Multiples, DCF, NAV
Format
Mandat oder Sparring

Bausteine

Womit wir konkret arbeiten

Unternehmensbewertung

Bandbreite statt Punktwert. Wir arbeiten mit Transaktions- und Handelsmultiples und rechnen parallel eine DCF, um zu sehen, wo die Annahmen auseinanderlaufen. Streitfälle entstehen fast nie beim Multiple, sondern bei den Bereinigungen und der Nettoverschuldung.

  • EBITDA-Bereinigungen belegt dokumentieren
  • Net-Debt-Definition früh festlegen
  • Working-Capital-Zielgröße herleiten

Businessplanung

Integriertes Modell über GuV, Bilanz und Cashflow, monatlich im ersten Jahr. Dazu ein Downside-Fall, den man einem Kreditgeber zeigen kann, ohne dass er nervös wird. Das Modell bleibt bei Ihnen und dient später als Steuerungsinstrument.

  • Basis- und Downside-Szenario
  • Working Capital sauber abgebildet
  • Kennzahlen für die Covenant-Prüfung

Kapitalstruktur und Refinanzierung

Bestandsaufnahme aller Linien, Fälligkeiten, Sicherheiten und Klauseln. Häufig lassen sich Laufzeiten strecken, Sicherheiten freibekommen und Kosten senken, ohne die Bankenlandschaft zu wechseln – vorausgesetzt, man verhandelt vor Ablauf und nicht danach.

  • Fälligkeitenprofil glätten
  • Sicherheitenpool neu ordnen
  • Covenants nachverhandeln

Restrukturierung vor der Krise

Wenn die Kennzahlen kippen, zählt Geschwindigkeit. Ein belastbares Konzept, offene Kommunikation mit den Kreditgebern und ein realistischer Liquiditätsplan auf Wochenbasis verschaffen den Spielraum, den man später nicht mehr bekommt.

  • 13-Wochen-Liquiditätsplan
  • Stillhaltevereinbarung
  • Gesellschafterbeitrag klären

Ablauf

Wie ein Mandat typischerweise läuft

  1. Schritt 01

    Erstgespräch

    Zwei Stunden, vertraulich, ohne Kosten. Danach wissen beide Seiten, ob und woran zu arbeiten ist.

  2. Schritt 02

    Analyse

    Zahlenwerk der letzten drei Jahre, Finanzierungsverträge, Gesellschafterstruktur. Wir lesen die Verträge, nicht nur die Zusammenfassung.

  3. Schritt 03

    Bewertung und Szenarien

    Bewertungsbandbreite, Planung und die Optionen, die realistisch offenstehen – mit Vor- und Nachteilen je Weg.

  4. Schritt 04

    Entscheidung

    Eine Empfehlung, kein Katalog. Wenn die richtige Antwort lautet, nichts zu tun, steht das genauso drin.

  5. Schritt 05

    Umsetzung

    Verhandlung mit Banken, Investoren oder Käufern – je nachdem, welcher Weg gewählt wurde.

  6. Schritt 06

    Begleitung danach

    Reporting, Covenant-Überwachung und ein Ansprechpartner, wenn im zweiten Jahr eine Anpassung ansteht.

Aus der Praxis

Was wir immer wieder sehen

Zu spät verhandelt

Sechs Monate vor Fälligkeit hat man Verhandlungsspielraum, sechs Wochen davor nicht mehr. Banken bewerten Zeitdruck als Risiko und preisen ihn ein. Der günstigste Hebel in der Finanzierung ist ein früher Start.

Bewertung als Wunschzahl

Ein Wert, der aus dem Kapitalbedarf der Gesellschafter abgeleitet ist, hält keiner Prüfung stand. Wir nennen die Bandbreite, die der Markt aktuell zahlt – auch wenn sie unter der Erwartung liegt. Alles andere kostet später Zeit und Glaubwürdigkeit.

Fragen

Häufige Fragen

Erst die Analyse, dann die Entscheidung

Ein Gespräch, eine ehrliche Einschätzung – auch wenn am Ende herauskommt, dass keine Transaktion nötig ist.

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