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Corporate Finance

Kapitalerhöhungen

Frisches Eigenkapital für Wachstum, Zukäufe oder die Stabilisierung der Bilanz – sauber strukturiert, bevor der erste Investor angesprochen wird.

Eine Kapitalerhöhung scheitert selten am Geld und häufig an der Vorbereitung. Wer ohne belastbare Planung, ohne Klarheit über die Bewertung und ohne abgestimmte Gesellschafterposition in Gespräche geht, verliert Zeit und verhandelt am Ende schlechter.

Wir klären zuerst die interne Seite: Wer zieht mit, wer will nicht verwässern, welche Bezugsrechte bestehen, was sagt der Gesellschaftsvertrag. Erst danach geht es an die Bewertung und die Ansprache – bestehende Gesellschafter, Family Offices, Beteiligungsgesellschaften oder strategische Partner.

Ob Barkapitalerhöhung, Sacheinlage oder eine Runde mit Wandeldarlehen als Brücke: Die Struktur folgt dem Kapitalbedarf und dem Zeitrahmen, nicht dem Lehrbuch.

Sinnvoll, wenn

  • Wachstum oder Zukäufe Eigenkapital brauchen
  • die Eigenkapitalquote für weitere Fremdmittel zu dünn ist
  • Gesellschafter unterschiedlich mitziehen wollen
  • eine spätere Finanzierungsrunde vorbereitet wird

Eckdaten

Volumen
ab 2 Mio. €
Prozessdauer
2–5 Monate
Formen
Bar, Sacheinlage, Wandeldarlehen
Investoren
Bestand, Family Offices, PE

Bausteine

Worüber wirklich verhandelt wird

Bewertung und Verwässerung

Pre-Money, Post-Money und der Anteil, den die neuen Mittel kosten. Wir rechnen die Verwässerung für jeden Gesellschafter durch, bevor eine Zahl im Term Sheet steht.

  • Pre-/Post-Money sauber trennen
  • Cap Table vor und nach der Runde
  • Optionspool mitdenken

Bezugsrechte

Bestehende Gesellschafter haben in der Regel ein Bezugsrecht. Ein Ausschluss braucht eine Begründung und die passende Mehrheit – und sorgt regelmäßig für Streit, wenn er zu spät kommuniziert wird.

  • Satzung und Beschlüsse prüfen
  • Fristen einhalten
  • Kommunikation früh abstimmen

Wandeldarlehen als Brücke

Wenn die Bewertung strittig oder der Zeitdruck hoch ist, überbrückt ein Wandeldarlehen bis zur nächsten Runde. Discount, Cap und Zinssatz entscheiden, wie teuer diese Brücke am Ende wird.

  • Discount und Bewertungs-Cap
  • Wandlungsereignisse definieren
  • Laufzeit realistisch wählen

Sachkapitalerhöhung

Einbringung von Immobilien, Beteiligungen oder Forderungen statt Bargeld. Erfordert eine Werthaltigkeitsprüfung und eine saubere steuerliche Vorbereitung – sonst wird aus der Struktur ein Risiko.

  • Werthaltigkeitsnachweis
  • Steuerliche Prüfung vorab
  • Registeranmeldung planen

Ablauf

Von der Planung bis zur Eintragung

  1. Schritt 01

    Kapitalbedarf

    Wofür genau wird das Geld gebraucht, über welchen Zeitraum, und was passiert ohne es.

  2. Schritt 02

    Gesellschafterrunde

    Wer zieht mit, wer nicht. Ohne diese Klärung startet kein externer Prozess.

  3. Schritt 03

    Bewertung und Unterlagen

    Planung, Equity Story, Cap Table und Verwässerungsrechnung.

  4. Schritt 04

    Ansprache

    Kurze, passgenaue Liste statt Massenversand – bestehende Gesellschafter zuerst.

  5. Schritt 05

    Term Sheet

    Bewertung, Rechte, Meilensteine und Mitverkaufsregelungen im Paket verhandeln.

  6. Schritt 06

    Beschluss und Eintragung

    Gesellschafterbeschluss, Zeichnung, Einzahlung, Handelsregister.

Aus der Praxis

Zwei typische Stolpersteine

Die Bewertung wird zu früh genannt

Wer eine Zahl in den Raum stellt, bevor die Planung steht, verhandelt anschließend nur noch nach unten. Erst die Zahlen, dann die Bewertung.

Der Cap Table ist unsauber

Alte Optionszusagen, Wandeldarlehen und mündliche Absprachen tauchen spätestens in der Due Diligence auf. Wir räumen das vorher auf.

Fragen

Häufige Fragen zur Kapitalerhöhung

Kapitalerhöhung vorbereiten

Wir prüfen Struktur, Bewertung und Investorenkreis – und sagen früh, ob die Runde in der geplanten Größe trägt.

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