Beteiligungskapital für Wachstum, Nachfolge und Buy-outs – ausgewählt nach Struktur und Verhalten, nicht nur nach dem Preisangebot.
Beteiligungsgesellschaften bieten am Ende oft ähnliche Preise. Der Unterschied liegt woanders: in der Governance, in der Managementbeteiligung, im Reporting-Aufwand und in dem, was nach vier bis sechs Jahren passiert. Genau das prüfen wir, bevor wir jemanden auf die Liste setzen.
Minderheit oder Mehrheit ist keine Geschmacksfrage. Sie hängt an Ihrem Kapitalbedarf und daran, wie viel Steuerung Sie abgeben wollen. Eine Minderheit bringt Geld und einen Sparringspartner, lässt die Führung aber bei Ihnen – zum Preis eines meist niedrigeren Multiples und einer engen Gesellschaftervereinbarung mit Tag-along, Drag-along und Liquidationspräferenzen.
Wir schauen uns die Häuser auch daran an, wie sie sich in schwierigen Jahren verhalten haben. Referenzgespräche mit Geschäftsführern aus dem bestehenden Portfolio sagen mehr über einen Investor aus als jede Präsentation.
Sinnvoll, wenn
EBITDA ab rund 3 Mio. Euro und belegbare Planung
Nachfolge ohne familieninterne Lösung ansteht
Wachstum oder Zukäufe Eigenkapital brauchen
das Management langfristig an Bord bleibt
Eckdaten
Beteiligungshöhe
20–100 %
Haltedauer
4–7 Jahre
Prozessdauer
5–8 Monate
Management-Beteiligung
üblich 5–15 %
Fremdkapitalanteil
je nach Cashflow
Bausteine
Die Stellschrauben in der Verhandlung
Minderheit oder Mehrheit
Bei der Minderheit behalten Sie die operative Führung, geben aber über Zustimmungskataloge Mitsprache bei Investitionen, Zukäufen und Personal ab. Bei der Mehrheit verkaufen Sie Kontrolle – und bekommen dafür meist einen höheren Multiple und einen Investor, der Zukäufe aktiv mitfinanziert.
›Zustimmungskatalog verhandeln
›Beiratsbesetzung klären
›Vetorechte auf Wesentliches begrenzen
Management-Beteiligung
Rückbeteiligung, Sweet Equity, Vesting über vier Jahre, Leaver-Regelungen: Diese Klauseln entscheiden, was das Management am Ende tatsächlich verdient. Der Unterschied zwischen Good Leaver und Bad Leaver kann ein Vielfaches des Jahresgehalts betragen – und wird gern spät im Prozess eingebracht.
›Sweet Equity und Rückbeteiligung
›Vesting und Leaver-Definitionen
›Steuerliche Behandlung vorab klären
Management-Buy-out
Wenn die eigene Führungsmannschaft übernimmt, braucht es drei Dinge: eine faire Bewertung ohne Interessenkonflikt, eine Finanzierung, die das Team stemmen kann, und einen Gesellschafter, der den Übergang aushält. Wir moderieren das – und sagen früh, wenn die Struktur nicht trägt.
›Unabhängige Bewertung
›Eigenmittel und Verkäuferdarlehen
݆bergangsphase klar definieren
Wachstumskapital
Kapital gegen Anteile für Expansion, Produktentwicklung oder Internationalisierung – ohne dass jemand die Kontrolle übernimmt. Wichtig ist die Mittelverwendung: Investoren zahlen für Wachstum, nicht für die Ablösung von Gesellschafterdarlehen.
›Mittelverwendung sauber trennen
›Meilensteine statt Wunschplanung
›Folgefinanzierung mitdenken
Ablauf
Vom ersten Gespräch bis zum Closing
Schritt 01
Zielklärung
Was soll der Investor leisten – Geld, Netzwerk, Zukäufe, Nachfolge? Daraus ergibt sich das Profil, nicht umgekehrt.
Schritt 02
Bewertung und Unterlagen
Bereinigtes EBITDA, Planung, Equity Story. Jede Bereinigung wird dokumentiert, damit sie der Due Diligence standhält.
Schritt 03
Investorenauswahl
Kurze Liste von Häusern mit Branchenerfahrung und passender Fondsgröße. Referenzen aus dem Portfolio inklusive.
Schritt 04
Erste Angebote
Indikative Angebote im Vergleich – Preis, Struktur, Finanzierungssicherheit und Absichten für die Zeit danach.
Schritt 05
Due Diligence
Datenraum, Financial, Legal, Tax, oft Commercial. Wir steuern den Prozess, damit das Tagesgeschäft weiterläuft.
Schritt 06
Verhandlung und Closing
Kaufvertrag, Gesellschaftervereinbarung, Managementbeteiligung – die drei Dokumente, an denen es zuletzt hängt.
Aus der Praxis
Was Verkäufer regelmäßig unterschätzen
Die Gesellschaftervereinbarung wiegt schwerer als der Preis
Drag-along, Liquidationspräferenz, Zustimmungskatalog: Wer hier nachgibt, um beim Kaufpreis eine Nachkommastelle zu gewinnen, merkt den Fehler erst beim Exit. Wir verhandeln beides parallel und nicht nacheinander.
Der Prozess bindet mehr Zeit als geplant
Rechnen Sie mit ein bis zwei Tagen pro Woche für Geschäftsführung und CFO über mehrere Monate. Wer das nicht einplant, verliert entweder Tempo im Prozess oder Zahlen im Tagesgeschäft – beides bemerkt der Investor sofort.