Vertragliche Cashflow-Sicherheit
Je länger und bonitätsstärker die Abnahme, desto niedriger die geforderte Rendite. Ein 15-Jahres-PPA mit einem Industriekonzern ist mehr wert als drei Jahre Spotmarkt.
Asset Klassen · Infrastruktur
Erzeugung, Netze, Speicher, Glasfaser, Verkehr und soziale Infrastruktur. Kapital ist reichlich vorhanden – knapp sind genehmigte Projekte mit belastbarem Cashflow.
Wir arbeiten in diesem Segment für Entwickler, Betreiber und Eigentümer, die entweder Eigenkapital für die nächste Ausbaustufe brauchen oder ein Portfolio ganz oder teilweise abgeben wollen. Typisch sind PV-Freiflächen und Dachanlagen, Windparks im Repowering, Batteriespeicher, Wärmenetze, Glasfaser-Cluster, Ladeinfrastruktur und Rechenzentren an der Schnittstelle zur Immobilie.
Bewertet wird hier nicht die Fläche, sondern der Zahlungsstrom über 20 bis 30 Jahre. Entscheidend sind Vergütungsmodell (EEG, PPA, Verfügbarkeitsentgelt, Konzession), Restlaufzeit, Indexierung und die Frage, wer das Volumenrisiko trägt. Ein Projekt mit langfristigem Corporate PPA und Investment-Grade-Abnehmer bewegt sich in einer völlig anderen Renditewelt als eines im Merchant-Risiko.
Der zweite Prüfpunkt ist regulatorisch: Genehmigungsstand, Netzverknüpfungspunkt, Anschlusszusage, Flächensicherung über Erbbaurecht oder Nutzungsvertrag. Projekte scheitern in der Praxis selten am Kapital, sondern an einem fehlenden Netzanschluss oder einer Kommune, die sich noch nicht entschieden hat.
Werttreiber
Je länger und bonitätsstärker die Abnahme, desto niedriger die geforderte Rendite. Ein 15-Jahres-PPA mit einem Industriekonzern ist mehr wert als drei Jahre Spotmarkt.
Eine verbindliche Anschlusszusage mit Termin ist in vielen Regionen inzwischen der eigentliche Werttreiber – nicht die Fläche und nicht die Technik.
Zwischen Projektidee und ready-to-build liegt regelmäßig der halbe Kaufpreis. Käufer zahlen für weggenommenes Risiko, nicht für Potenzial.
Cluster mit gleicher Technik und einheitlichen Verträgen lassen sich als Plattform verkaufen und bringen einen Aufschlag gegenüber dem Einzelprojekt.
Ablauf
Technik, Genehmigungen, Verträge, Flächen und Netzanschluss vollständig erfassen und Lücken benennen.
DCF über die Vertragslaufzeit, mit Szenarien zu Strompreis, Verfügbarkeit, Zins und Betriebskosten.
Infrastrukturfonds, Versorger, Versicherer und strategische Betreiber – je nach Risikoprofil und Bauphase getrennte Kreise.
Vergleich über IRR-Erwartung, Struktur und Sicherheiten, nicht nur über den Kaufpreis.
Technisch, rechtlich und regulatorisch – meist parallel mit einem spezialisierten Gutachter je Gewerk.
SPA oder Beteiligungsvertrag, Übertragung der Genehmigungen, Betriebsführung und Sicherheiten.
Aus der Praxis
Wir fragen im Erstgespräch als Erstes nach der Anschlusszusage. Ohne belastbaren Netzverknüpfungspunkt ist jeder Preis Spekulation, und erfahrene Käufer steigen sofort aus.
Wer Spotmarkterlöse mit optimistischen Kurven in den Businessplan schreibt, verliert die Diskussion in der Due Diligence. Besser konservativ rechnen und den Upside separat zeigen.
Rückbaubürgschaften und Rekultivierungspflichten werden bei der Kaufpreisverhandlung gerne übersehen und tauchen dann als Abzug im letzten Entwurf wieder auf.
Bei Freiflächen und Wärmenetzen entscheidet die Haltung vor Ort. Ein Gemeinderat, der sich übergangen fühlt, kostet mehr Zeit als jede Bankprüfung.
Fragen
Die Punkte, die Eigentümer vor einem Mandat ansprechen – so beantwortet, wie wir es im Erstgespräch tun.
Ja, aber dann über Eigenkapital oder Mezzanine mit Meilensteinstruktur. Klassische Projektfinanzierung startet realistisch mit bestandskräftiger Genehmigung und Netzanschluss.
Beides. Unterhalb von rund zehn Millionen Euro lohnt sich meist die Bündelung zu einem Paket – der Prozessaufwand ist bei Einzelanlagen fast derselbe.
Rechenzentren liegen zwischen Immobilie und Infrastruktur. Wir behandeln sie über die Sonderimmobilien-Seite, ziehen die Energieseite aber in dieselbe Prüfung.
Regelmäßig – auf beiden Seiten. Zur öffentlichen Seite finden Sie eine eigene Seite zur kommunalen Finanzierung.
Asset Klassen
Wir beraten bei Immobilien- und Unternehmenstransaktionen ab 20 Mio. € in ganz Europa, mit klarem Schwerpunkt auf der DACH-Region. Jede Assetklasse hat ihren eigenen Käuferkreis – das sind die Segmente, in denen wir am häufigsten unterwegs sind.
Schicken Sie uns die Eckdaten – Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung zu Preis und Käuferkreis.