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M&A

Nachfolgeregelung

Nachfolge ist selten nur eine Transaktion. Es geht um Menschen, Verantwortung und um ein Unternehmen, das weiterlaufen soll.

Die meisten Nachfolgen kommen zu spät in Bewegung. Wer zwei bis drei Jahre Vorlauf hat, kann Optionen vergleichen, das Unternehmen unabhängiger von der eigenen Person machen und in Ruhe verhandeln. Wer unter Zeitdruck steht, nimmt, was da ist.

Familienintern, Management-Buy-out, externer Manager oder Verkauf an einen Strategen oder Finanzinvestor – jede Variante hat andere Konsequenzen für Preis, Steuern, Haftung und für das, was vom Unternehmen bleibt. Wir legen die Varianten nebeneinander, bevor eine Richtung feststeht.

Diskretion ist hier besonders wichtig. Unruhe unter Mitarbeitern und Kunden schadet dem Unternehmen mehr als jede Verhandlungsrunde.

Sinnvoll, wenn

  • der Generationswechsel in den nächsten Jahren ansteht
  • keine familieninterne Lösung sicher ist
  • das Management übernehmen möchte
  • mehrere Gesellschafter unterschiedliche Pläne haben

Eckdaten

Vorlauf
ideal 2–3 Jahre
Varianten
Familie, MBO, MBI, Verkauf
Prozessdauer
6–14 Monate
Übergangsphase
6–24 Monate

Bausteine

Die realistischen Wege

Familieninterne Übergabe

Emotional naheliegend, wirtschaftlich anspruchsvoll. Bewertung, Gleichbehandlung der Geschwister, Versorgung der übergebenden Generation und die Frage, ob der Nachfolger die Rolle wirklich will.

  • Bewertung neutral ermitteln
  • Ausgleich unter Erben regeln
  • Führungsübergang planen

Management-Buy-out

Die eigene Führungsmannschaft übernimmt. Braucht eine faire Bewertung ohne Interessenkonflikt, eine tragfähige Finanzierung und häufig ein Verkäuferdarlehen als Brücke.

  • Eigenmittel des Teams klären
  • Verkäuferdarlehen strukturieren
  • Bankfinanzierung früh testen

Externer Verkauf

Stratege oder Finanzinvestor. Bringt in der Regel den höchsten Preis und die klarste Trennung – erfordert aber einen vollständigen Prozess mit Due Diligence und Garantiekatalog.

  • Käuferkreis definieren
  • Wettbewerb herstellen
  • Garantien begrenzen

Unabhängigkeit vom Inhaber

Der wichtigste Werttreiber vor jeder Nachfolge: ein Unternehmen, das ohne den Eigentümer funktioniert. Zweite Führungsebene, dokumentierte Prozesse, verteilte Kundenbeziehungen.

  • Zweite Führungsebene aufbauen
  • Kundenbeziehungen verbreitern
  • Prozesse dokumentieren

Ablauf

Von der Option zur Übergabe

  1. Schritt 01

    Zielbild

    Was soll bleiben, was darf sich ändern, was ist Ihnen persönlich wichtig.

  2. Schritt 02

    Optionsvergleich

    Familie, MBO, MBI, Verkauf – mit Konsequenzen für Preis, Steuern und Haftung.

  3. Schritt 03

    Vorbereitung

    Zahlen, Struktur, Führungsebene, Verträge. Häufig der längste Abschnitt.

  4. Schritt 04

    Umsetzung

    Je nach Weg: Ansprache, Verhandlung, Finanzierung, Verträge.

  5. Schritt 05

    Übergang

    Kommunikation an Mitarbeiter, Kunden und Banken – im richtigen Moment.

  6. Schritt 06

    Nachlauf

    Beratungsvertrag, Übergabephase, saubere Trennung am vereinbarten Datum.

Aus der Praxis

Was wir regelmäßig sehen

Der Inhaber ist das größte Risiko

Wenn Kunden, Lieferanten und Entscheidungen an einer Person hängen, zahlt jeder Käufer einen Abschlag. Diese Abhängigkeit lässt sich in zwei Jahren deutlich reduzieren.

Kommunikation zu spät oder zu früh

Beides schadet. Wir legen den Kommunikationsplan zu Beginn fest und halten uns daran, auch wenn der Prozess sich verzögert.

Fragen

Häufige Fragen zur Nachfolge

Nachfolge in Ruhe vorbereiten

Ein erstes Gespräch klärt die Optionen und den Zeitrahmen – vertraulich und ohne Verpflichtung.

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